Naturführung “Waldbilder und Waldentwicklung” im Nationalpark Sächsische Schweiz

Mitten im August ist es still geworden im Nationalpark “Sächsische Schweiz”, fast schon zu still. Dennoch oder gerade deshalb eine prima Gelegenheit, antizyklisch zu handeln. Weil sich der Massentourismus vorübergehend in andere Regionen verzogen hat, besteht plötzlich und unverhofft die Möglichkeit, die Stillen Seiten der Sächsischen Schweiz mitten in der Hauptsaison zu erkunden. Das ist etwas sehr Seltenes und ein Wert an sich. Warum also nicht mal einen Blick “hinter die Kulissen” des Nationalparks werfen – zum Beispiel auf einer Führung zum Thema “Waldbilder und Waldentwicklung”? Vom Wanderparkplatz Ostrau – der übrigens auch gut mit dem Bus zu erreichen ist – führt der Weg über die Ebenheit hinab in den Zahnsgrund. Während dieser aussichtsreichen Etappe kann man das Panorama von Tafelbergen auf Ebenheiten bis hin zu Falkenstein und Schrammsteinen genießen. Und wie das auf einer Führung so ist: dem Nationalparkführer fällt immer etwas Erhellendes zum faszinierenden Anblick ein.

Vom Zahnsgrund aus führt der Weg durch den mit zahlreichen Naturphänomen reich gesegneten Schießgrund hinüber zum imposanten Falkenstein. Auf dem Weg dorthin erfährt der Gast u.a.

  • warum bestimmte Bäume dort nicht hingehören, wie man sie erkennt und was mit ihnen geschieht;

  • warum die einstmals so dominierende Weißtanne fast ausgestorben war und was es bedeutet, wenn sie wieder heimisch wird;

  • den Unterschied zwischen Sandsack und Sandstein;

  • die einstige und aktuelle Bedeutung des Falkensteins;

  • warum im Elbsandstein “sächsisch” geklettert wird

  • und einiges mehr.

Auf dem Weg vorbei am Schrammtor und  zurück nach Ostrau begegnen wir  völlig verschiedenen Waldbildern, deren Bedeutung und Wert dem hastigen  Sportwanderer, aber auch lautstark-geselligen Pulks durstiger Kehlen oder Wochenendausflüglern gewöhnlich verborgen bleibt. Auf den zweiten Blick – manchmal auch erst nach dem wissenden dritten – erschließt sich dem interessierten Gast jedoch der tiefere Sinn einer Naturlandschaft, die in wesentlichen Teilen sich selbst überlassen bleibt. Dabei werden Interessenkonflikte nicht ausgespart – wichtig in Zeiten, in denen das gesetzliche Schutzziel von interessierter Seite gerne mal großzügig in Frage gestellt wird, um private Vorteile zu erlangen oder Nachteile zu vermeiden. Eine spannende Tour ist also zu erwarten.

Die Führung dauert etwa 2 Stunden und führt über ca. 5 km und 110 Höhenmeter. Termine für dieses und weitere Angebote können auf der Seite “Termine” nachgelesen werden.

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